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100 Prozent umweltfreundlich: Schwalbe recycelt Schläuche
Meldung vom: 01.10.2015
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100 Prozent umweltfreundlich: Schwalbe recycelt Schläuche

Schlauch-Recycling

Einfach und gratis: Fahrradreifenspezialist Schwalbe bietet ein neues Recyclingsystem für Schläuche im Fahrradfachhandel. Dafür hat das Unternehmen ein Devulkanisationsverfahren entwickelt, das sich bereits seit Jahren erfolgreich bewährt. Die Rücksendung der Schläuche erfolgt in einem einfachen und für deutsche Fachhändler kostenlosen Online-Verfahren.

Schon jetzt stecken in jedem neuen Schwalbe Standardschlauch 20 Prozent recyceltes Butyl. Um den hochwertigen Butylkautschuk systematisch zurückzugewinnen, führte Schwalbe im Juli 2015 ein neues Rücknahmesystem ein. Das recycelte Material wird nach Angaben von Schwalbe bei der Produktion neuer Schläuche ohne Qualitätsverlust eingesetzt. Der Recycling-Prozess wird direkt am Ort der Wiederverwendung realisiert – im Schwalbe-Werk in Indonesien. Die Energiebilanz ist unter Einbeziehung aller Transportwege äußerst positiv: So wird nur ein Viertel der Energie im Vergleich zur Herstellung neuen Butyls verbraucht. Hier zwei Beispielrechnungen:

A. Szenario Schlauchrecycling


1. Transport der alten Schläuche nach Reichshof per Postpaket (geschätzt1) 5,5 MJ/kg
2. Transport Reichshof – Antwerpen Hafen per LKW (Distanz 260 km) 2 1,1 MJ/kg
3. Transport Antwerpen – Jakarta per Containerschiff (Distanz 15.800 km) 2 2,4 MJ/kg
4. Devulkanisation bei R&R nahe Jakarta (Stromverbrauch 0,72 kWhel/kg) 3 7,8 MJ/kgGesamter Energieverbrauch (Rohöl) 16,8 MJ/kg

Wird dagegen der Schlauch ausschließlich aus Neumaterial, d.h. Rohöl produziert, ergibt sich folgendes Bild:

B. Szenario Neumaterial

1. Synthese von Butylkautschuk (70% x 55,8 MJ/kg) 4 39,1 MJ/kg
2. Synthese von Ruß (30% x 126,5 MJ/kg) 4 37,9 MJ/kg
3. Gutschrift für die Verbrennung der alten Schläuche in einer MVA 5 - 13,0 MJ/kgGesamter Energieverbrauch (Rohöl) 64,0 MJ/kg

Der Vergleich zeigt, dass für das Recycling der alten Schläuche trotz des aufwändigen Transports nur ein Viertel der bei der Neuproduktion verbrauchten Energie benötigt wird. Interessant ist auch, dass die Produktion des als Füllstoff verwendeten Rußes noch (energie-)aufwändiger als die Butylkautschukherstellung selbst ist. Da der Ruß bei der Devulkanisation im Gummi verbleibt, wird er ebenfalls wiederverwendet.

Die in der wissenschaftlichen Literatur angegebenen Energieverbräuche für die Kautschuksynthese streuen stark. Die Ursachen dafür sind nicht ohne weitere Recherche erkennbar. Sie liegen vermutlich in der Wahl unterschiedlicher Rahmenbedingungen für die jeweiligen Berechnungen. Da sich in mehreren Quellen Werte finden, die deutlich über den oben genannten 55,8 MJ/kg (Szenario B, Zeile 1) liegen, ist der energetische Vorteil des Recyclings gegenüber der Neuproduktion wahrscheinlich noch größer als der Faktor 4.

Und hier findet der Fachhändler sein Online-Werkzeug zum Recycling.

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(Redakteur VeloTotal)