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Die Anziehungskraft der Dolomiten
©Mountain Bike Holidays
Meldung vom: 08.08.2017
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Sieben Lifte für ein siebenfaches Halleluja - mit dem Mountainbike auf der Sellaronda Biketour mit traumhaftem Dolomiten-Panorama.

Im Morgengrauen habe ich mich von Zell am See aus auf den Weg in die Mountain Bike Holidays Region Gröden – Dolomiten gemacht, um bereits vor Ort zu sein, wenn die Bergbahnen ihren Betrieb aufnehmen. Wie fast jedes Jahr, möchte ich auch heuer wieder die großartige Sellaronda Biketour in Angriff nehmen. Ich bin schon gespannt, ob es wieder viele neue Trail-Anschnitte gibt. Über 4.000 Tiefenmeter stehen bei diesem ganz speziellen Mountainbike-Erlebnis gerade einmal 500 Höhenmetern gegenüber – möglich machen dies sieben Lifte in Wolkenstein, Corvara, Arabba und Campitello di Fassa. Gerade als ich das Bike aus dem Bus hole, den ich am Parkplatz der Dantercepies-Bahn abgestellt habe, kommt Daniele auf mich zu. Er ist MTB-Guide im Bike Hotel Linder in Wolkenstein und gerade mit einer Gruppe auf dem Weg zum Lift. Auch sie wollen heute Fahrspaß und Trail-Action inmitten der herrlichen Dolomiten genießen.

An der Bergstation angekommen, ziehe ich mir erst ein mal eine Jacke über. Auf einer Seehöhe von knapp 2.300 Meter ist es so früh morgens noch richtig kalt – selbst wenn die Sonne bereits vom strahlend blauen Himmel lacht. Die erste Abfahrt über das Grödnerjoch Richtung Corvara führt über eine flüssige Freeride-Strecke, auf der nur einzelne schwierige Abschnitte den Flow unterbrechen. Danieles Gruppe habe ich längst abgehängt – als einzelner Fahrer ist man eben doch erheblich schneller unterwegs. In Corvara steige ich gleich wieder in die Gondel, um nach einer kurzen Abfahrt mit einem weiteren Sessellift auf eine wunderbare Hochebene zu gelangen, die zwischen Naturpark Fanes-Senes und Sella-Gebirgsstock traumhafte Ausblicke auf die schönsten Gipfel der Dolomiten bietet. Die Jacke habe ich mittlerweile wieder in meinem Rucksack verstaut, da die Temperaturen schon wieder weit in den zweistelligen Bereich gestiegen sind. Der wunderbare Jägersteig, der zu meinen absoluten Favoriten dieser Bike-Runde zählt, steht nun auf dem Programm und ist glücklicherweise unverändert geblieben. Der naturbelassene Pfad entlässt mich direkt am Passo Campolongo, wo nach Überquerung der Straße schon der nächste Sessellift auf mich wartet.

Abermals erreiche ich mühelos die Bergstation, um mich sogleich wieder ins Vergnügen zu stürzen. Unterschiedliche Varianten stehen auf dem Weg nach Arabba zur Auswahl. Ich versuche die Schwierigste und komme gut damit zurecht. Anspruchsvolle Trails mit kniffligen Passagen sind mir auch weitaus lieber als Hochgeschwindigkeits-Strecken. An der Porta Vescovo Bahn, die zum höchsten Punkt der Runde auf etwa 2.500 Meter Seehöhe führt, ergibt sich meist eine kurze Wartezeit, die ich nutze, um für etwas Kalorien-Nachschub zu sorgen. Auch wenn es bei dieser Runde mehrheitlich bergab geht, wird speziell in den schwierigen Passagen jede Menge Energie verbraucht. Wenig später dürfen wir einsteigen, und die Fahrt zum Dach der Tour kann losgehen. Auch wenn ich den Ausblick bereits kenne, bin ich immer wieder aufs Neue erstaunt, wenn ich an der Bergstation der Porta Vescovo Bahn plötzlich direkt gegenüber der Marmolada stehe. Der höchste Dolomiten-Gipfel mit seinem mächtigen Gletscher ist ein echter Hingucker und wird wohl täglich hundertfach fotografiert. Ich spare mir das und mache mich als erster auf den Weg Richtung Pordoijoch. Der erste Teil der nun folgenden Abfahrt ist eine überaus steile, grobe Schotterstraße, die meine Bremsen fast zum Glühen bringt. Als Belohnung folgt im Anschluss mit dem Weg Nr. 680, welcher in leichtem Auf und Ab am Hang entlang verläuft, ein weiteres Highlight der Sellaronda. Nun wird es Zeit für eine kurze Pause, die ich an der Rifugio Fodom einlege, um bei strahlendem Sonnenschein Apfelstrudel und Espresso zu genießen, ehe ich, selbstverständlich mit Liftunterstützung, den Passo Pordoi bezwinge.

Die Abfahrt nach Canazei kann wiederum auf mehreren Trails erfolgen. „Double U“, „Electric Line“ und „Infinity“ lauten die klingenden Namen der zur Auswahl stehenden Wege. Ich entscheide mich im oberen Teil für den „Double U“ und im Anschluss für die mittelschwere Alternative zur „Electric Line“, namens „9.90“. Das Fassatal nimmt mich in Empfang. Eine willkommene Abwechslung stellt hier der gemütliche Radweg dar, über den ich am Fluss entlang zur letzten Aufstiegshilfe des Tages in Campitello di Fassa gelange. Am oberen Ende der Col Rodella Bahn zeigt sich ein weiteres atemberaubendes Panorama. Langkofel, Plattkofel, Grohmannspitze, Zahnkofel – diese beeindruckenden Felsriesen wirken fast bedrohlich, strahlen aber auch jede Menge Energie aus. Diese Kraft kommt mir sehr gelegen, wartet doch zum Abschluss die größte Herausforderung, mit dem Downhill am „Ciampinoi Freeride Trail“. Viele Pausen lege ich nun ein, um meine Arme auszuschütteln und mich wieder voll zu konzentrieren. Unglaublich steil und selektiv ist diese Strecke, die mich am Ende unweit meines Ausgangspunktes in Wolkenstein ausspuckt.

Die besten Streckenabschnitte sind gleich geblieben, die neuen Passagen bieten Fahrspaß pur, und die Panoramen, die auf der Sellaronda MTB-Tour geboten werden, sind ohnehin einzigartig. Selbstverständlich werde ich diese Runde auch im nächsten Jahr wieder unter die Stollenreifen nehmen. Heute möchte ich mich nicht mehr ins Auto setzen, und so entscheide ich mich kurzerhand, eine Nacht hierzubleiben und morgen noch ein wenig Trail-Spaß mitzunehmen.
Von Wolkenstein aus fahre ich zunächst fünf Kilometer auf asphaltierten Nebenstraßen talauswärts und nehme dann den herrlichen Trail, der am Hang entlang, vorbei an der St. Jakobs Kirche, die mit dem Langkofel im Hintergrund ein wunderbares Fotomotiv abgibt, nach St. Ulrich führt. Hier steige ich in die Standseilbahn Raschötz, die mich geradewegs auf eine Seehöhe von knapp über 2.000 Meter bringt. Begleitet vom traumhaften Dolomiten-Panorama pedaliere ich gemütlich Richtung Borgleshütte, und nach der kniffligen Abfahrt am Weg Nr. 3 sitze ich abermals in der Gondel zur Bergstation Seceda. Ich befinde mich nun direkt am Fuße der Geislerspitzen, deren Felswände über mir in den Himmel ragen. Teils flüssig, teils anspruchsvoll sind die schmalen Pfade, die mich jetzt am Weg zur Regensburger Hütte erwarten. Flow, Fahrspaß, Trailaction – diese Schlagwörter kommen mir in den Sinn, wenn ich gerade einmal nicht in höchster Konzentration an einer schwierigen Stelle bastle. Nach einer kurzen Einkehr an der Juac Hütte finde ich noch einen weiteren coolen Singletrail, ehe ich, am Eingang zum Langental, den Ausgangspunkt in Wolkenstein erreiche.

Das war’s für dieses Mal. Mit Sicherheit kehre ich aber immer wieder ins Val Gardena zurück. Die Vielzahl an Aufstiegshilfen, die abwechslungsreichen Trails und vor allem die einzigartige Bergwelt der Dolomiten üben eine Anziehungskraft aus, der ich einfach nicht widerstehen kann.
Hoteltipps:
Val Gardena Gröden Marketing www.valgardena.it
Bike Hotel Linder www.dolomites-mtb.com
Alpenhotel Plaza www.alpenhotelplaza.com
Hotel Oswald www.hoteloswald.com
Mountain Bike Holidays www.bike-holidays.com

Text: Martin Budweiser

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(Redaktion Velototal)