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Reifen für E-Mountainbikes
©Winora/Haibike
Meldung vom: 28.02.2017
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Reifen für E-Mountainbikes

Für die hohen Ansprüche

Das E-Mountainbike hat gewaltig Fahrt aufgenommen, es erfreut sich starker Beliebtheit. Kein Wunder, schließlich bescheren E-Hardtail und E-Fully dem Mountainbiker enormen Fahrspaß. Hochbelastbare Reifen spielen dabei eine besondere Rolle.

Sie sind die Schnittstelle zwischen Untergrund und Bike sowie die Überträger der Antriebs-, Brems- und Lenkkräfte: E-MTB-Reifen sind beim E-Biken von entscheidender Bedeutung. Zumal sie infolge des systembedingt höheren Gewichts und Motordrehmoments sehr hohen Belastungen standhalten müssen. Stabil auf der Felge sitzen sollte der E-MTB-Pneu, und großzügig breit sollte er sein, um die Antriebskraft effizient und kontrolliert in Vortrieb zu münzen. Um erhöhtem Verschleiß vorzubeugen, muss der E-Bike-Reifen auch besonders haltbar sein. Dünnwandige, nur auf geringes Gewicht getrimmte Reifen verbieten sich: Die deutlich schwereren E-MTBs belasten die Bereifung stärker und steigern das Plattenrisiko. Ein wirksamer Pannenschutz tut am E-Mountainbike-Reifen in jedem Fall Not!  

Breite 27,5“- und 29“-Modelle für effektive Kraftübertragung
Bei der Wahl einer E-MTB-fähigen Bereifung profitieren die Radhersteller vom anhaltenden Trend zu breiten Felgen und Reifen auch am konventionellen Bike. So gibt es eine gute Auswahl Reifenprofile (2.25“ bis 2.4“), die mit solidem bis ausgezeichnetem Grip glänzt und den kraftvollen Motorschub effizient auf den Trail bringt. Schon mit 2,25“ breiten, traktionsstarken Normalreifen liegt das E-MTB durchaus satt auf dem Trail, ist das Fahrverhalten präzise. 27,5“- und 29“-Modelle mit 2,3“ bis 2,4“ Breite steigern die Pannensicherheit auf felsigem Untergrund und erlauben niedrige Reifenluftdrücke, die Grip und Komfort optimieren. Gut also, dass sich 2,25“ als Mindestreifenbreite am E-MTB etabliert hat. Details konventioneller Modelle wie eine schützende Karkassenlage unterhalb der Lauffläche (zu finden zum Beispiel am Continental Protection) wappnen die Reifen gegen Durchstiche und Schnitte – und machen sie so auch fürs E-MTB kompatibel.

27,5“ contra 29“

Das Gros der E-MTBs rollt auf 27,5“-Reifen, die auch am E-Geländerad ein wendig-agiles Fahrverhalten begünstigen. Allerdings sind sie auf ruppigen Trails nicht das Maß der Dinge in Sachen Komfort. 29“-Laufräder gleiten merklich leichter über Hindernisse und verschlucken sich nicht so schnell an Schlaglöchern, was mehr Fahrsicherheit ermöglicht. Auch fürs E-Mountainbike gilt natürlich: Die Bereifung entscheidet ganz und gar nicht allein über den zu erzielenden Fahrspaß. Dazu sind auch eine gelungene Geometrie und ein harmonisches Zusammenspiel aller Komponenten unverzichtbar!   

Großer Wurf: 27,5-Plus-Reifen am E-MTB

Apropos entspannt: Ein enormes Maß an Komfort und Fahrspaß generieren die extrabreiten 27,5-Plus-Reifen, wie von Schwalbe, Kenda, Hutchinson und WTB angeboten. Mit großzügigen Reifenbreiten von meist 2,6“ bis 3,0“ generieren die Plus-Pneus deutlich mehr Kurvenhalt und Traktion bergauf und -ab. Damit lässt sich der Schub kraftvoller E-Antriebe kontrolliert und effizient auf den Trail bringen. Zudem vermitteln die Plus-Modelle ein beeindruckendes Maß an Fahrsicherheit und gestalten die Fahrt – vor allem auf dem E-Hardtail – in gröberem Gelände sehr komfortabel – dem dämpfenden Luftvolumen sei Dank. Das potenziert den Spaßfaktor und schont den Biker. Vorteil E-MTB: Dank der Motorkraft überwindet man das Trägheitsmoment der schwereren Plus-Schlappen deutlich leichter!  

Trend: Spezielle E-MTB-Bereifung

Begrüßenswerter Trend im E-MTB-Bereich sind eigens optimierte Modelle, wie sie Schwalbe mit den 27,5+-Nobby-Nic-Varianten (2,6“, 2,8“ und 3,0“) anbietet. Sie bringen, ergänzend zur robusten Snake-Skin-Karkasse, das Apex-Motorrad-Karkassengewebe an der Reifenflanke zum Einsatz. Vorteile: Der Reifen sitzt in schnellen Kurven stabil auf der Felge und ermöglicht präzise Richtungswechsel, zudem fällt der Pannenschutz hoch aus.
Ebenfalls neu bei Schwalbe: Die Double-Defense-Versionen der AM-/Touren-Allrounder Nobby Nic und Smart Sam. Ausgestattet mit strapazierfähiger Snake-Skin-Karkasse und Raceguard-Schutzstreifen unter der Lauffläche sollen die 29“- und 27,5“-Modelle besonders plattenresistent sein. Alle DD-Varianten verfügen über die ECE-R75-Zulassung und dürfen an bis zu 45 km/h unterstützenden E-MTBs genutzt werden. Mit Hutchinson und Kenda bieten zwei weitere Reifenhersteller spezielle E-MTB-Pneus an, die sich durch verstärkte Reifenflanken und einen Laufflächenschutz für besseren Pannenschutz auszeichnen. Das Traktions- und Spaßpotential der breiten Plus-Schlappen wollen Kenda und Hutchinson mit einem 27,5-Plus-Modell ausschöpfen. Alle drei Kenda-Reifen der EMC-Familie dürfen dabei auch an 45 km/h schnellen E-MTBs gefahren werden. Wie Kenda werden auch andere Reifenspezialisten ihr E-MTB-Portfolio künftig ausbauen. Gut so, bergen doch E-Pneus noch allerhand Fahrspaßpotential in sich, was auf spannende Neuerungen, etwa in Sachen Gummimischungen, hoffen lässt. Nicht zuletzt deshalb, weil traditionelle Mankos wie ein erhöhtes Reifengewicht dank E-Motorisierung leicht überwunden werden können.


Text: Florian Storch

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