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Alles Einstellungssache Die exakte Vermessung der Sitzknochen bildet den ersten Schritt auf dem Weg zum besten Sattel
Meldung vom: 26.06.2019
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Alles Einstellungssache

Komplexes Thema auf den Punkt gebracht

Die Ergonomie am Fahrrad und deren individuelle Optimierung mittels ergonomischer Radteile bringt Radfahrern viel Freude.

Jeder Radfahrer ist einzigartig hinsichtlich seiner körperlichen Statur und Körpermaße – kein Wunder also, dass nicht jedes Detail eines Serienrades stets perfekt für jeden Radfahrer optimal passen kann. Für den Fahrrad-Fachhandel ist diese Tatsache eine echte Herausforderung! Denn: Wo, wenn nicht bei seinem Zweiradhändler, kann der Radfahrer begeistert auf seinem neuen Traumrad Platz nehmen und mithilfe seines Händlers die optimalen Einstellungen – Stichwort korrekte Lenkerhöhe sowie etwa Vorbaulänge und -winkel – für sein neues Bike ganz live und direkt herausfinden? Stimmt die vom Radhersteller für Modell X gewählte Sattelbreite und -polsterung mit den Bedürfnissen überein, ist der Griffdurchmesser für seine Hände richtig gewählt? Essentielle Fragen, von deren erfolgreicher Klärung letztlich der Fahrspaß ebenso abhängt, wie die Fahrsicherheit. Bei einem guten Fachhändler gibt es hierfür nachvollziehbare Lösungen für individuelle Bedürfnisse und Vorlieben.

Von der Wichtigkeit eines ergonomisch korrekt eingestellten Rades und entsprechender Produkte, gerade auch für den Fahrradeinsteiger oder Wiedereinsteiger, weiß Daniel Gareus, Marketingleiter bei Cosmic Sports in Fürth, zu berichten. „Die passende Ergonomie am Rad ist für jeden Radfahrer ein zeitlos wichtiges Thema. Viele Fahrrad-Neueinsteiger haben unserer Erfahrung nach so ihre Probleme und verspüren etwa Schmerzen beim Sitzen oder auf längeren Touren im Nackenbereich. Gute Fachhändler sind kompetent in Sachen Radergonomie, mit ihnen lassen sich etwaige Probleme wie die korrekte Einstellung der entsprechenden Parameter am Rad effektiv beheben. Dabei bieten sich alle Kontaktpunkte am Rad natürlich als Ergonomiepunkte an. Schritt für Schritt lassen sich diese individuell optimieren – von unterschiedlichen Lenkerkröpfungen bis hin zu längeren Pedalachsen, mit denen sich die Standbreite auf den Pedalen derart korrigieren lässt, dass größere Biker nicht mit der Ferse an den breiter gewordenen Hinterbauten mancher Mountainbike-Fullys schleifen“.

Der Start in die erfolgreiche Ergonomieberatung und Vermessung beginnt beim Händler

Am Anfang der Ergonomieberatung sollte eine fachgerechte Vermessung stehen. Als erster, zentraler Schritt darf die Ermittlung des Sitzknochenabstands gelten, vom Berater durchgeführt auf den dazu eigens entwickelten Messhockern von Ergon (TS1 Digital) oder SQ Lab/Bodyscanning CRM. Ausgehend vom ermittelten Messwert, kann der nächste Schritt die geeignete Sattelbreite sowie -form ableiten. Wichtige Aspekte, darunter die unterschiedlichen anatomischen Gegebenheiten bei Mann und Frau, sollten dabei von Beginn an Berücksichtigung finden, um späteres Unwohlsein im Radsattel zu verhindern. Vorteil der kontaktlosen Erfassung des Radfahrers mittels Kameras und zahlreicher Messpunkte beim Vermessungsgerät von Bodyscanning: Die clevere, rechnergestützte Messmaschine erstellt ein digitales Körperprofil und, basierend auf selbigem, die optimale Radeinstellung fürs Rad. Angewandt werden können die gewonnenen Justageinformationen selbstverständlich gleichermaßen beim Radneukauf oder der ergonomischen Optimierung des vorhandenen Fahrrads.

„Viele ergonomische Lösungsvorschläge, mit deren Anwendung sich Schmerzen vermeiden lassen, kann der Fachhändler durch sein Wissen und kompetente Beratung in Sachen Ergonomie herausfinden. Unsere Erfahrung ist: Ein Radfahrer, der beim Radfahren Schmerzen erlebt, kann bereits mit einer Investition von zwischen 60 und 100 Euro beschwerdefrei unterwegs sein und so sein Problem lösen. Das gilt für die große Masse der Radfahrer. Ist jemand bereit, deutlich mehr Geld auszugeben, so sind ergonomisch gestaltete Produkte, die ganz konkrete Probleme des Pedaleurs zu lösen vermögen, eine Alternative. Ein Beispiel dafür ist das als Medizinprodukt zertifizierte EP-1 Med für City- und Tourenradler. Ein schlichtes, zugleich durchdachtes Pedal, dessen Oberfläche konkav gewölbt ist, wodurch der Fahrer seine Kraft über eine größere Auflagefläche gleichmäßig und kraftschlüssig überträgt. Druckspitzen und Taubheitsgefühle werden auf diese Weise effektiv vermieden.

Länger im Sattel dank E-Bike

Die Ergonomie als Garant für die Zufriedenheit auch beim E-Bike-Fahrer, schließlich sind nun auch Fahrer mit nicht sonderlich ausgeprägter Kondition spielerisch(er) in der Lage, mehrstündige Touren zu unternehmen – und damit steigen freilich die Ansprüche an die Qualität der Kontaktpunkte. Dazu kommentiert Rolf Häcker von der Firma Humpert: „Unsere Kunden sitzen heute viel länger im Sattel als früher, die Verweildauer auf dem Rad ist höher. Die Leute fahren ihr Rad heutzutage auch am Wochenende gern länger, wollen Natur und frische Luft anstatt Auto und häufige, aufwändige Parkplatzsuche. Das E-Bike erlaubt auch den weniger Trainierten ganz andere Reichweiten. Menschen, die früher nur zum Bäcker gefahren sind, legen jetzt gern auch einmal mehrstündige Touren zurück.“ Klar, dass der Radfahrer damit einen Sattel benötigt, mit dem er das auch dauerhaft beschwerdefrei tun kann. Sich ins Bewusstsein holen sollten sich Händler und deren Mitarbeiter, dass bei vielen Städtern – und nicht nur diesen! – ein ernsthafter Sinneswandel vonstatten geht, nach dem Motto: Zweitauto oder gar Auto ade, stattdessen häufiger rauf aufs Rad! Eben dieser Zugewinn an Lebensqualität ist es, der nicht wenigen Radfahrern eine größere Investition in ein gutes Rad Wert ist – sowie in ergonomisch sinnvolle Parts.

Die Kompetenz eines Radhändlers macht sich in punkto Ergonomie für den Radfahrer bezahlt: Da das Thema sehr komplex ist und jeder Radfahrer hinsichtlich seiner Körpermaße sowie fahrerischen Bedürfnisse so unterschiedlich ist, ist eine individuelle Beratung von Nöten. Beispielsweise ist das Thema Sattel ein generell anspruchsvolles, da bekanntermaßen natürlich nicht jeder Radfahrer mit dem gleichen Sattel gut zurecht kommt und eine klare Vorab-Empfehlung durch Hersteller und Handel oft nicht getätigt werden kann. Hier ist es also sinnvoll, von den Erfahrungen des Händlers mit bestimmten Sattelmodellen zu profitieren, um gemeinsam zur besten Sattellösung zu finden. Im Weiteren sind bei einem guten Händler, genügend Pedale in verschiedenen Achslängen vorrätig, dank derer seine Beinachse korrekt ausgerichtet und seine Beinkraft optimal und kraftschonend aufs Pedal gebracht werden kann.

Die Bedeutung ergonomischer, konsequent auf Anatomie, Radfahrertyp und Einsatzbereich ausgerichteter Radteile wie Sattel oder Lenkergriff wird daraus ersichtlich, dass Radfahrer immer wieder mit eingeschlafenen Händen oder Genitalien kämpfen. Vor diesem Hintergrund überrascht dann auch nicht, dass eine der meistbesuchten Seiten, die SQ-Lab-Website zum Thema `Taubheitsgefühl im Genitalbereich´ ist. Eine gute Ergonomie-Beratung durch den Händler, ist für den Radfahrer ein enormer Zugewinn an Fahrspaß und Beschwerdefreiheit.

 

Eine Auswahl von Produkten rund um das Thema Ergonomie:

Issi Flash III

Auf Trail oder Schotterpiste übersehen werden? Das passiert dem Geländeakteur nicht, solange er die SPD-kompatiblen, kompakten Issi-Klickpedale Flash III unter seinen Schuhen weiß: Optisch laut sind knallige Farboptionen wie „Issi Pink“ oder „hi-vis yellow“. Wem das zu schrill ist, freut sich über alternative Farben, darunter „Silver Dollar“ oder „Bullion Gold“ (Bild). Die für den XC-/Cyclocross-Einsatz entwickelten Klickies sind 342 g leicht. Für eine leicht drehende Lagerung des XC-/CX-Pedals bürgen sollen die drei gedichteten Industrielager. Die Cleats gestatten dem Fuß 4° Bewegungsfreiheit, arbeiten mit 14,6°-Auslösewinkel. Clou des Issi-Pedals (99,99 Euro): Das Flash III gibt´s in Schwarz mit 52,5 mm Standardachslänge, alternativ mit um 6 oder 12 mm längerer Achse. So kann zum einen der Stand des Fußes auf dem Pedal individuell optimiert werden, zum anderen beim Pedalieren eine senkrechte Beinachse und damit effektiver Vortrieb erreicht werden.

Mehr Info : www.cosmicsports.de



Velo Velometer-Messsystem

Das einfache, effektive Messsystem Velometer dient dem Radhandel als einfache, Unterstützung, mittels der er rasch den Sitzknochenabstand seines Kunden feststellen und, ausgehend davon, zunächst die für den Fahrer und angestrebten Einsatzzweck korrekte Sattelbreite ermitteln kann. Im letzten Schritt schließlich wählt der Verkäufer zusammen mit seinem Kunden den individuell passenden Sattel aus. Aus dem gemeinsam mit dem Kunden ermittelten Sitzknochenabstand lassen sich die entsprechend korrespondierende, erforderliche Sattelbreite sowie geeignete Modelle ableiten. Der Velometer erlaubt dank großzügig bemessener Geleinlage eine entspannte, angenehme Sitzknochenvermessung und kostet 54,90 Euro.

Mehr Info : www.messingschlager.com



Velo Tour E-Grip

Velo, der asiatische Sattelspezialist und „nebenbei“ einer der weltweit größten Hersteller für Fahrradsättel überhaupt, führt in Gestalt des Tour E-Grip einen Touringsattel fürs Trekking- oder Cityrad im Portfolio, der seinem Fahrer mittels ovalem Ausschnitt auf der Unterseite der Sattelschale ein hohes Maß an Nachgiebigkeit bescheren und dabei eine Druckentlastung im Dammbereich herbeiführen soll. Die erhältlichen Breiten 190 und 212 mm tragen der auf City- und Tourenrad üblichen, aufrechten Sitzposition Rechnung, eine zusätzliche Druckentalstung und spürbar mehr Komfort erzeugen soll der mittige Vertiefungskanal. E-Biker freut der rückseitig geschickt ins Design integrierte Abstellgriff, mittels dem der Fahrer ein naturgemäß schwereres E-Bike leichter auf einen Doppelständer heben kann. Für sehr moderate 29,90 Euro wechselt der Tour E-Grip auf die andere Seite der Theke.

Mehr Info : www.messingschlager.com



Ergon SM Sport Gel Women

Egal, ob Tourenfahrten mit sportlich-knackigem Höhenmeterprofil, wilde All-Mountain-Streifzüge oder temporeiche Enduroaction, gewürzt mit spektakulären Abfahrten – der Damen-Mountainbikesattel SM Sport Gel Women soll Frau stets treu zu Diensten sein. Seine Formgebung ist Ergebnis intensiver Studien zu den anatomischen Besonderheiten des weiblichen Beckens beim Rad fahren. Das Design zielt, ebenso wie die großzügige mittige Aussparung, auf die maximale Entlastung des empfindlichen Genitalbereichs ab. In Kombination mit der sportlichen Polsterung sowie großflächigen Geleinlagen im Sitzbereich soll der SM Sport Gel Women (Farben: Berry, Stealth; je 89,95 Euro) mit top Komfort glänzen. In der fürs Mountainbiking typischen, moderat geneigten Körperhaltung erlaubt der Sattel seiner Fahrerin laut Ergon große Bewegungsfreiheit. Erhältlich ist das 295 g leichte, frauenspezifische Modell in den Größen S/M sowie M/L mit 143 mm respektive 155 mm Breite.

Mehr Info : www.ergonbike.com



Ergotec EP-1 Med

Laufschuhe statt Radschuhe mit steifer Sohle für die Radtour – für sportive Straßenfahrer und Mountainbiker unvorstellbar. Dennoch: Viele gelegentliche Tourenfahrer treten genau damit in die Pedale. Und an jene gemütliche Tourenfahrer adressiert Humpert das EP-1-Med-Pedal seiner Marke Ergotec, dem ersten von Humpert medizinisch zertifizierten Fahrradprodukt. Im Rahmen einer Anwenderstudie führte der Einsatz des EP-1 Med bei mehr als 50 % aller Radfahrer mit Beschwerden in den Fußsohlen durch punktuelle Druckbelastungen zu einer Beschwerdefreiheit. Druckspitzen oder Taubheitsgefühlen beugt das fürs (E)-City-/Trekkingpedal erdachte EP-1 Med durch seine nach innen gewölbte Pedalplattform sowie die große Pedaloberfläche vor. Das Design sichert, dass der durch die Tretbewegung erzeugte Druck gleichmäßig auf Schuh und Pedal verteilt wird, der Fahrer in der Konsequenz schmerzfrei tritt. Die korrekte Fußstellung auf dem Pedal erlauben innenseitige Führungsschienen, dank der das Schleifen des Fußes an der Kurbel unterbunden wird. Das leichte Pedalpaar kostet 39,90 Euro.

Mehr INfo : www.ergotec.de



SQlab 521

In gleich vier unterschiedlichen Achslängen sind die mit 29,95 Euro preisattraktiven 521-Cityrad-Pedale erhältlich. Die Motivation dahinter: Es jedem Fahrer mittels Wahl seiner passenden Achslänge zu ermöglichen, seine Füße in die für ihn natürliche Fußstellung zu bringen, um so einerseits Fehlhaltungen und Schmerzen zu vermeiden, andererseits seine Beinkraft möglichst effektiv aufs Pedal zu bringen, einseitige Belastungen auszuschließen. So empfiehlt SQlab beispielsweise die beiden Modelle mit einer um 8 mm (Long) oder 15 mm (X-Long) verlängerten Achse für Radfahrer mit von oben betrachtet V-förmiger Fußstellung. Denn werden diese Füße entgegen ihrer natürlichen Stellung parallel auf die Pedale gestellt, können daraus Kniebeschwerden resultieren. Ziel ist es also, die Füße in natürlicher Stellung auf die Pedale zu bringen. Um dabei ein Schleifen der Ferse an Kurbel oder gar Rahmen zu vermeiden, kommt eine längere Achse zum Einsatz, die dem Fahrer mehr Platz verschafft. Et voilà! Mehr Info : www.sq-lab.com



Ergon TS1 Digital

Als praktische, weil intuitiv und leicht bedienbare Hilfe beim Kauf des individuell besten Sattels fungiert der TS1-Digital-Sitzhocker zur Messung des Sitzknochenabstands. Einfach flink drauf gesetzt, ermittelt das sensorgestützte System millimetergenau den Sitzknochenabstand des Radfahrers und zeigt diesen an. Ausgehend von diesem Wert, kann der Berater zusammen mit dem Kunden den für ihn optimal passenden Sattel finden, der mit seiner Sitzbreite harmoniert. Gewählt werden kann der Sattel markenunabhängig. Da der TS1-Digital-Messhocker nicht auf Stromquellen angewiesen ist, kann er prominent im Ladengeschäft platziert werden – womit die Themen Ergonomie und Kontaktpunkte in den Fokus gerückt werden. Neu für die aktuelle Saison ist eine dazugehörige Kontroll- und Messlehre, mittels der Ergon garantieren will, dass der Radfahrer korrekt auf dem Messhocker sitzt und die Sitzknochenmessung absolut präzise ist. Mehr Info : www.ergonbike.com



Herrmans Shark Lock

Mithilfe seines weichen Materials, diagonaler Einschnitte in der Oberflächentextur sowie seines ausgeprägten Rautenprofils will der für den sportiven Einsatz konzipierte Shark Lock auch beim Biken ohne Handschuhe beeindruckend gute Haftung ermöglichen. Für optimalen Halt sorgt überdies der schlanke Griffdurchmesser – er erlaubt das sichere Umschließen – sowie die großzügige Grifflänge von 130 mm. Die weichere Oberschicht des 2-Komponenten-Griffs verbessert die Stoßabsorption auf Rüttelpisten. Alternativ zum montierten schwarzen Alu-Klemmring, mit dem der Stark Lock auf dem Lenker fixiert wird, sind die Klemmschellen in diversen Farben von Rot über Gold bis hin zu Weiß erhältlich. Praktisch fürs Optiktuning! Preis: 9,95 Eur

Mehr Info : www.herrmans.eu



Ergon SM E-MTB Men

Speziell für Männer – Der E-MTB-Komfort-Sattel folgt mit seinem Oberflächendesign der männlichen Anatomie und entlastet den Dammbereich. OrthoCell®-Inlays im Sitzbereich garantieren für beste Druckverteilung. Das neuartige OrthoCell®-Material steht außerdem für höchste Rückstellkraft und ist langlebiger und leichter als Gel. Der MTBtypischen moderat geneigten Körperhaltung kommen das sportliche Komfort-Padding, und die große Bewegungsfreiheit entgegen. Speziell die reibungsreduzierenden Gleitflanken ermöglichen schnelle Positionswechsel. Erhältlich auch als spezielle Varianten für Frauen. UVP 89,95 Euro

Mehr Info : www.ergonbike.com



 

Text: Florian Storch

 

Autor der Meldung: Alles Einstellungssache

(Redaktion VeloTotal)