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Ein starkes Gespann: E-Bikes und Anhänger
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Meldung vom: 27.02.2019
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Ein starkes Gespann: E-Bikes und Anhänger

Checkliste für das Fahren mit (Kinder-)Fahrradanhänger

E-Bikes und Fahrradanhänger erfreuen sich immer größerer Beliebtheit im Straßenverkehr. Worauf sollte man bei Kauf und Nutzung des Duos zu achten? Welche Vorbereitungen sind nötig? Wie sieht es in punkto Fahrverhalten und Sicherheit aus? Der Anhängerspezialist Burley gibt Antworten und nützliche Tipps im Experteninterview.

Was ein Blick auf die Straßen bereits vermuten lässt, bestätigen regelmäßig offizielle Marktzahlen: E-Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, der Absatz steigt rasant. Und auch Fahrradanhänger, für Kinder ebenso wie für Lasten, sind längst ein gewohntes Bild im Straßenverkehr. Es liegt also nahe, das Angenehme (Motorkraft und somit erhebliche Erleichterung beim Ziehen) mit dem Nützlichen (einfacher, sicherer und umweltschonender Transport von Kindern und Gepäck) zu verbinden. Doch wer sein E-Bike zum Zugpferd macht, sollte beim Kauf und insbesondere vor und während der Fahrt einiges beachten. Antworten gibt Allison Coughlin, Firmenpräsidentin von Anhängerspezialist Burley, im Experteninterview.

 

Ein Blick auf die Straßen und offizielle Zahlen zeigen: Ein Fahrrad mit Elektroantrieb ist nicht mehr nur etwas für Senioren. Mittlerweile hat auch die jüngere Generation E-Bikes bzw. Pedelecs für sich entdeckt. Wie sehen Sie diesen Trend?

Allison Coughlin: Wir bei Burley sehen die wachsende Popularität von E-Mobilität beim Rad sehr positiv, denn die Nutzung von Anhängern wird mit einem E-Bike erheblich angenehmer. Ob Eltern, die ihre Kinder umweltschonend transportieren wollen oder sportlich Ambitionierte, die längere Touren mit viel Gepäck bewältigen – sie alle tun sich mit Elektroantrieb leichter, ganz unabhängig vom Alter. 

 


Grundvoraussetzung ist natürlich, dass Rad und Anhänger kompatibel sind…

Allison Coughlin: … und, dass der Radhersteller das Ziehen eines Anhängers zulässt. Dies sollte man vor dem Kauf auf jeden Fall in Erfahrung bringen. Was die Kompatibilität betrifft: Wir bieten aktuell schon eine Reihe von speziellen Steckachsen in unterschiedlichen Größen an, welche die meisten am Markt erhältlichen E-Bike-Designs abdecken. Außerdem verfolgen wir natürlich die Trends für die Zukunft, um auch hier Lösungen parat zu haben.


Sicherheit und Handhabung spielen bei der Nutzung von Anhängern eine wichtige Rolle. Muss nun bei einem E-Bike plus Anhänger gesondert auf etwas geachtet werden?

Allison Coughlin: Der Gesetzgeber in Deutschland sieht vor, dass Anhänger nur mit einem Pedelec bis 25 km/h Maximalgeschwindigkeit gezogen werden dürfen. S-Pedelecs sind also nicht dafür zugelassen. Beim Transport von Kindern gilt zusätzlich, dass der Fahrer mindestens 16 Jahre alt sein muss. Doch unabhängig von gesetzlichen Vorgaben sollte einem stets bewusst sein, dass mit einem E-Bike viel leichter höhere Geschwindigkeiten erreicht werden. Deswegen: umsichtig und vorausschauend unterwegs sein, einen längeren Bremsweg einkalkulieren und nur das Tempo fahren, mit dem man Bike und Anhänger zu jeder Zeit sicher handeln kann. Die von uns empfohlenen Geschwindigkeitsbegrenzungen beziehen wir ebenso auf die Nutzung eines E-Bikes: 24 km/h auf ebenen und geraden Straßen, 8 km/h in Kurven oder auf unbefestigten Wegen.


Welche Tipps haben Sie grundsätzlich für das Fahren mit Anhänger?

Allison Coughlin: Egal, ob herkömmliches Fahrrad oder E-Bike – ein Anhänger bedeutet zusätzliches Gewicht, wodurch das Rad anders und eventuell weniger schnell reagiert. Größere Steine, hohe Bordsteinkanten, scharfes Bremsen oder plötzliche Lenkbewegungen sollte man möglichst vermeiden. Darüber hinaus ist zu beachten, dass der Anhänger im Normalfall breiter ist als das Zugrad und dass er sich in Kurven um einen kleineren Radius dreht als der Radfahrer. Es muss also unbedingt genügend Abstand zu Hindernissen gehalten werden. Unser Tipp für Anhänger-Anfänger: Auch einen Kinderanhänger vor der ersten Nutzung mit Gepäck beladen und das Fahren sowie kritische Situationen wie das Passieren von Engstellen erst einmal in einem offenen und sicheren Terrain – z.B. auf einem leeren Parkplatz oder einem breiten Fahrradweg – üben. So kann man sich in Ruhe an das ungewohnte Handling herantasten.

 

Da für Burley Sicherheit oberste Priorität hat, sei an dieser Stelle auf unsere Checkliste für das Fahren mit (Kinder-)Fahrradanhänger hingewiesen. 

Monatlicher Sicherheitscheck – in der Übergangszeit häufiger:

  • Alle Hardware-Teile wie Anhängerkupplung, Zugstange, Flex-Verbindung und Rahmen auf Schäden untersuchen
  • Sicherstellen, dass die Bolzen festgezogen sind
  • Reifen auf Abnutzung und Risse checken
  • Räder hinsichtlich korrekter Auswuchtung und Schäden überprüfen
  • Alle Stoffbauteile auf Risse, Abnutzung und fehlendes Material untersuchen 

 

Vor jeder Fahrt sollten folgende Punkte beachtet bzw. überprüft werden:

  • Korrekte Befestigung der Räder am Anhänger
  • Mit dem auf der Reifenseite empfohlenen Druck aufgepumpte Reifen
  • Richtige Sicherung der Zugstange am Anhänger
  • Ordnungsgemäße Befestigung der Anhängerkupplung am Fahrrad
  • Korrekte Arretierung des Sicherungsstifts für Anhängerkupplung und Zugstange
  • Festes Anbringen der Sicherungsriemen an Kupplung und Zugstange
  • Einhalten der maximalen Zuladung (45 kg für Zweisitzer / 34 kg für Einsitzer)
  • Gewicht der Zugstange an der Kupplung muss höher sein als 1 kg, darf bei voll beladenem Anhänger jedoch 9 kg nicht überschreiten
  • Ausstattung aller Passagiere mit einem Helm
  • Ordnungsgemäßes Anschnallen des Kindes / der Kinder mit Hilfe des Sicherheitsgurts
  • Anbringen des Sicherheitswimpels
  • Feste Installierung und Schließen des Verdecks
  • Funktionstüchtigkeit des Fahrrads, vor allem Bremsen und Reifen

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