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Mehr Mobilitätserziehung mit Kindern gefordert
©Deutsche Verkehrswacht (DVW)
Meldung vom: 30.08.2018
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Die motorischen Fähigkeiten, die für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr erforderlich sind, nehmen bei Kindern nachweislich ab. Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) und der Bundeselternrat (BER) appellieren darum gemeinsam an Eltern, die für die Mobilitätserziehung ihrer Kinder in erster Linie verantwortlich sind.

Mit Bewegung, Sport und durch vielfältige Angebote der kulturellen Bildung entwickeln Kinder ganz spielerisch Wahrnehmung, Reaktionsvermögen sowie Körperbewusstsein und -beherrschung – alles Fähigkeiten, die ihnen auch bei der Verkehrsteilnahme zugutekommen. Schulen stehen in der Verpflichtung, den im Lehrplan festgeschriebenen Sportunterricht durchzuführen und Unterrichtsausfall zu vermeiden.

Prof. Kurt Bodewig, Präsident der DVW und Bundesminister a. D. betont dabei: „In der Kindheit entwickeln wir die Grundlagen, uns sicher im Verkehr zu bewegen. Eltern müssen die Zeit und Geduld aufbringen und gemeinsam mit ihren Kindern das richtige Verhalten im Verkehr üben, damit sie es später alleine schaffen können.“

Viele Kinder legen ihren Schulweg nicht allein zurück, sondern werden von Eltern hingefahren, auch wenn die Strecke nach einem gemeinsamen Schulwegtraining ohne besondere Gefährdung zu bewältigen wäre. So entgehen den Kindern Lernerfahrungen für eine eigenständige Verkehrsteilnahme. Auch bei der Radfahrausbildung in der vierten Klasse zeigt sich, dass Schüler immer öfter die motorischen Anforderungen nicht mehr erfüllen und damit nicht sicher Radfahren. Gründe liegen auch hier in schlechter ausgeprägten Mobilitätskompetenzen, häufig basierend auf Bewegungsmangel.

Stephan Wassmuth, Vorsitzender des BER: „Wir sehen Eltern und Schule klar in der Pflicht, darauf zu achten, dass Kinder sich ausreichend bewegen – weniger Spielekonsole, mehr Spiele an der frischen Luft und qualifizierter Sportunterricht. Das ist nicht nur gesünder, sondern auch wichtig für den Straßenverkehr. Eltern müssen sich hier auch ihrer Vorbildfunktion bewusst sein und mit gutem Beispiel vorangehen.“

Die Verkehrswacht Medien & Service GmbH (VMS) veröffentlichte 2015 gemeinsam mit der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) die Studie „Stand der Radfahrausbildung an Schulen und motorische Voraussetzungen bei Kindern“. Sie kommt unter anderem zu dem Ergebnis, das jedes sechste Kind im Umfeld der Wohnung keine Möglichkeit zum Radfahren hat. Bei einem Drittel der Kinder fehlt zudem die Unterstützung der Eltern. Immerhin hat der Großteil der Eltern mit dem Kind das Radfahren geübt und fast alle Kinder besitzen ein Kinderrad. Etwa die Hälfte der Kinder spielte zuvor mit einem Laufrad, was sich positiv auf die motorischen Fertigkeiten auswirkt.

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